WINDPARK Bräunlingen

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Der Windpark Bräunlingen soll in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg auf dem Gemeindegebiet  der Stadt Bräunlingen entstehen. Die Fotomontage oben zeigt, wie der Windpark zum Beispiel von Bräunlingen-Süd aus zu sehen wäre. Weitere Visualisierungen finden Sie hier. Geplant sind sieben Anlagenstandorte in der Konzentrationszone des Flächennutzungsplanes der Stadt Bräunlingen auf der Gemarkung Döggingen. Alle sieben Standorte befinden sich im Waldgebiet. Gutachten zum Vorkommen und zur Verbreitung von Vögeln und Fledermäusen sind bereits erstellt, aktuell werden noch Windmessungen durchgeführt. Frühestens Ende 2018 soll die Genehmigung nach Bundes-Immissionsschutz-Gesetz (BImSchG) beantragt werden. Das Projekt wird von der Gesellschaft DGE Wind Baar eins Gmbh & Co. KG entwickelt, einem Konsortium aus den Unternehmen DGE Wind, BadenovaWärmePlus und Enercon.

GEPLANTE WINDENERGIEANLAGEN
7 x ENERCON E-138

GEPLANTE INSTALLIERTE LEISTUNG
24,5 MW

AKTUELLER PROJEKTSTAND
In Planung

Hier finden Sie Informationen zum weiteren Planungsverlauf

Hier finden Sie Informationen zu den geplanten Anlagenstandorten.

Aktuelles

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Bräunlingen stimmt für Windenergienutzung

Die Bürger von Bräunlingen haben sich beim Bürgerentscheid am 7. Oktober mit 55,4 % mehrheitlich für die Verpachtung der städtischen Flächen zum Bau eines Windparks entschieden. 44,6 % stimmten gemäß des vorläuigen Endergebnisses dagegen. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,5 %, das notwendige Quorum von 20 % der Abstimmungsberechtigten wurde damit erreicht. Hier finden Sie weitere Informationen zum Bürgerentscheid.

Sie haben Fragen zum Windpark Bräunlingen? Gerne können Sie uns ein Mail an kontakt@dge-wind.de senden oder uns anrufen unter 0761-29656 170.

Der Windparkstandort

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Die geplanten Anlagenstandorte des Windparks Bräunlingen befinden sich auf Flächen der Stadt Bräunlingen sowie auf Flächen des Fürstlichen Hauses zu Fürstenberg. Mit letzterem besteht bereits ein entsprechender Pachvertrag. Auch der Gemeinderat der Stadt hat sich in einer Sitzung am 12. April 2018 mit 16 zu 5 Stimmen dafür entschieden, die städtischen Flächen unter bestimmten Voraussetzungen für die Windkraftnutzung zu verpachten. Mit dem Bürgerentscheid vom 7. Oktober wurde der Beschluss des Gemeinderats bestätigt.

Unten stehend finden Sie Informationen zu den geplanten Standorten der Windenergieanlagen im Windpark Bräunlingen sowie Prognosen zur Ausbreitung von Schall und Schatten durch den Windparkbetrieb. Sollten Sie Fragen hierzu oder zur Projektplanung im Allgemeinen haben, stehen wir Ihnen unter kontakt@dge-wind.de gerne zur Verfügung.

Geplante Standorte der Anlagen

Die Planung sieht sieben Anlagen auf Flächen der Stadt Bräunlingen und des Fürstlichen Hauses zu Fürstenberg

Die Planung für den  Windpark Bräunlingen sieht sieben Anlagen vor, die auf einem Höhenrücken zwischen Waldhausen, Döggingen und Bräunlingen entstehen sollen. Der Abstand zur nächsten Wohnbebauung in Form von Einzelhäusern beträgt nach aktueller Planung mindestens 925 Meter; die Wohnhäuser der einzelnen Ortsteile sind mindestens 1,4 Kilometer entfernt.

Die geplanten Anlagenstandorte befinden sich in einem Gebiet, das im Rahmen eines bestehenden Flächennutzungsplans für die Windenergienutzung vorgesehen ist. Die sieben Anlagen sind auf Flächen geplant, die zum einen der Stadt Bräunlingen und zum anderen dem Fürsten zu Fürstenberg gehören. Mit dem Fürsten gibt es bereits einen Pachtvertrag. Hier finden Sie zahlreiche Visualisierungen, die den Blick auf den Windpark von verschiedenen Standpunkten simulieren.

Zur Vergrößerung der Karte klicken Sie bitte auf das nebenstehende Bild.

Schallprognose

Die nebenstehende Karte zur voraussichtlichen Schallausbreitung des Windparks Bräunlingen ist das Ergebnis einer  Berechnung mit Hilfe des Programms WindPro. Die Prognose stellt lediglich eine Abschätzung dar und muss für das Genehmigungsverfahren durch Berechnungen für weitere Immissionspunkte (Schall-Messpunkte um den Windpark) verfeinert werden.

Die auf der Karte eingezeichnten Linien markieren den zu erwartenden Schallpegel. In dem Gebiet zwischen der orangefarbenen und gelben Linie beispielsweise sind bei Volllastbetrieb der Anlagen Schallpegel zwischen 35 und 40 Dezibel zu erwarten. Immer unter Annahme, dass der Wind genau in Richtung Immissionspunkt weht, also eine maximale Schallausbreitung angenommen wird. Unter realistischen Bedingungen würde sich die Schallausbreitung eher an der „Windrose“ orientieren, eine maximale Schallausbreitung also vor allem in der Hauptwindrichtung vorkommen. Am Standort Bräunlingen kommt der Wind in der Regel aus Südwesten.

Wie hoch der Schallpegel sein darf, regelt die Vorschrift TA Lärm. Demnach darf der Schallpegel in reinen Wohngebieten nachts höchstens 35 Dezibel betragen, tagsüber 50 Dezibel. Für Mischgebiete gelten weniger strenge Richtwerte: Hier gelten nachts 45 Dezibel, tags sind 60 Dezibel erlaubt. Zum Vergleich: in einer durchschnittlichen Wohnung misst man einer ruhigen Ecke in der Regel einen Pegel von 50 Dezibel, ein normales Gespräch erzeugt in einem Meter Abstand einen Pegel von 60 Dezibel.

Zur Vergrößerung der Karte klicken Sie bitte auf das Bild.

Schattenprognose

Die nebenstehende Schattenwurf-Karte ist das Ergebnis einer  Berechnung mit Hilfe des Programms WindPro. Die Prognose stellt lediglich eine Abschätzung dar und muss für das Genehmigungsverfahren durch Berechnungen für weitere Immissionspunkte (Orte um den Windpark, wo Schatten auftreffen kann) verfeinert werden.

Die auf der Karte eingezeichnte rote Linie grenzt das Gebiet ein, in dem ein Schattenwurf auf Wohngebäude von mehr als 30 Minuten pro Tag erwartet werden kann. Die graue Fläche beschreibt das Gebiet, in dem mehr als 30 Stunden pro Jahr Schattenwurf zu erwarten ist. Diese Werte sind theoretische Größen, die sich unter der Annahme ergeben, dass der Wind ständig weht, die Anlage ohne Unterlass in Betrieb ist und die Sonne den ganzen Tag über scheint.

Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass der oben genannte Tages- und Jahres-Grenzwert nicht überschritten wird. Um dies sicherzustellen, werden die Windenergieanlagen mit einer Abschaltautomatik ausgestattet, die die jeweils betreffende Anlage bei zu langer Schattenwurfdauer außer Betrieb nimmt. Weitere Informationen zum Schattenwurf finden Sie hier.

Zur Vergrößerung der Karte klicken Sie bitte auf das Bild.

Anlagentechnik

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Die Windenergieanlagen für den Windpark Bräunlingen kommen aus der Fertigung des deutschen Marktführers Enercon mit Sitz in Aurich. Vorgesehen ist die Verwendung des Typs E-138. Die getriebelosen Maschinen der neuesten Generation sind auf Binnenlandstandorte spezialisiert und haben einen Rotordurchmesser von rund 138 Metern. Die Nennleistung der Maschine beträgt 3,5 Megawatt.

Im Folgenden finden Sie alle wesentlichen Informationen zur Anlagentechnik, zum Fundament und den für den Windparkbau benötigten Flächen.

Technische Daten im Überblick

Nennleistung: 3.500 KW
Rotordurchmesser: 138,6 m
Nabenhöhe: 160 m
Windklasse: IEC/EN IIIA
Drehzahl: variabel, 4,4 – 10,8 Umdrehungen/min
Abregelwindgeschwindigkeit: 22 – 28 m/s
Anlagenkonzept: getriebelos, variable Drehzahl, Einzelblattverstellung

 

Der Rotor

Der Rotor läuft bei einer Windgeschwindigkeit von 2,5 Metern pro Sekunde an (schwaches Lüftchen in Nabenhöhe) und hat eine Umdrehungszahl  von etwa 4 U/min. Ab einer Windgewindigkeit von 5 m/s produziert die Anlage bereits eine Leistung von 500 kW. Die maximale Leistung wird bei etwa 13 m/s erreicht. Der Rotor dreht sich dann knapp elf Mal in der Minute. Bis 28 m/s läuft die Anlage unter Volllast. Bereits ab 22 m/s drehen sich die Rotorblätter langsam aus dem Wind. Bei Windgewschwindigkeiten von mehr als 28 m/s schaltet sich die Anlage aus Sicherheitsgründen komplett ab, die Rotorblätter werden aus dem Wind gedreht.

Die Gondel

Direkt hinter der Rotornabe (hier sind die Rotorblätter befestigt) befindet sich der sogenannte Ringgenerator. Er wandelt die Drehbewegung des Rotors in Elektrizität um. Enercon-Anlagen besitzen kein Hauptgetriebe, was für eine geringere Repaturanfälligkeit und höhere Langlebigkeit sorgt. Zudem können dadurch erhebliche Mengen Getriebeöl eingespart werden, was nicht nur umweltfreundlich ist, sondern auch die Brandlast verringert. Ebenfalls Teil der Maschinengondel sind Stellgetriebe, die die Rotorflügel immer optimal in den Wind drehen. Steht die Anlage oder wird sie zum Beispiel wegen Starkwind angehalten, sorgen Bremsen dafür, dass sich der Rotor nicht weiterdreht.

Der Turm

Der Turm der Windenergieanlage besteht aus einem etwa 100 Meter hohen Betonturm und einem sich daran anschließenden Stahlabschnitt. Der Betonteil des Turms besteht aus 28 Betonringen, die als Betonfertigschalen aufeinandergesetzt und verschraubt werden.

Im Innerern des Turms gibt es einen Aufzug für die Servicetechniker, Leiter bis zur Gondel sowie Wechselrichter und die elektronischen Steuerungseinheiter im Fuß des Turms.

Das Fundament

Für das Fundament wird eine Baugrube mit einem Durchmesser von 26,40 Metern und einer Tiefe von 3,70 Metern ausgehoben. Überschüssiges Aushubmaterial kann an anderer Stelle des Windparks wiederverwendet werden, etwa zum Bau der Zuwegung oder zum Einebnen von Kranstellflächen. Im Fundament werden rund 160 Tonnen Stahl verbaut. Um das Fundament zu gießen, müssen 220 Betonfahrzeuge anfahren. Beim Rückbau der Anlage können die Fundamente wieder vollständig aus dem Boden entfernt werden.

Flächenbedarf

Um eine Windenergieanlage des Typ E-138 aufstellen zu können, muss eine Fläche von ca. 5.700 Quadratmetern gerodet werden – also ca. zwei Drittel eines Fußballfeldes. Bei sieben Anlagen betrüge der Flächenbedarf demnach rund vier Hektar. Zusammen mit dem nötigen Ausbau der Wege liegt der Flächenbdarf bei ca. 5,5 bis 6 Hektar.

Etwa die Hälfte dieser Fläche wird direkt nach der Bauphase wieder renaturiert und aufgeforstet. Als Ausgleich für den Eingriff in die Natur müssen an anderer Stelle Ausgleichsmaßnahmen vorgenommen werden.

Die Skizze zeigt die die rund um eine Windenergieanlage dauerhaft nötigen Flächen in der Aufsicht. Die Zahlen der Skizze bezeichnen folgenden Flächenteile:

1 – Fundament
2- Turm
3-Montagefläche
4-Kranstellfläche
5- Lagerfläche
6-Zuwegung
7-Parkfläche

Zur Vergrößerung der Skizze klicken Sie bitte auf das Bild.

Projektplanung

  • Flächensicherung
  • Gutachten
  • Standortplanung
  • Windmessung
  • Genehmigungsverfahren
  • Ausschreibungsverfahren im Rahmen des EEG
  • Finanzierung
  • Bauphase
  • Ausgleichsmaßnahmen

 

Betriebsbeginn

Visualisierungen

Die folgenden Bilder zeigen Visualisierungen des aktuellen Windparklayouts (also mit den vom Gemeinderat der Stadt Bräunlingen vorgegebenen Mindestabständen) von unterschiedlichen Standorten rund um das Windparkgebiet. Eine Karte mit allen Fotostandorten finden Sie hier. Den Visualisierungen liegen Fotos zugrunde, die in der Regel mit einer Brennweite von 50 mm aufgenommen wurden. Dies entspricht annähernd der menschlichen visuellen Wahrnehmung. Mit Hilfe des Programms WindPRO wurden dreidimensionale Modelle der Windenergieanlagen in die Bilder eingearbeitet. Um hierbei die passenden Posistionen  und Größenverhältnisse der Windenergieanlagen im Bild zu ermitteln, wurden die zugrundeliegenden Bilddaten (Brennweite des Objektivs bzw. Öffnungswinkel des Bildes), die geographischen Koordinaten und ein 3D-Modell der Anlagen, der Aufnahmestandort sowie die Aufnahmerichtung berücksichtigt. Ebenso wurden der Sonnenstand und die Bewölkung zum Zeitpunkt der Fotoaufnahme berücksichtigt, damit die einzelne Anlage möglichst realistisch erscheint. Die Ausrichtung der „eingesetzten“ Windenergieanlagen entspricht in der Regel der Hauptwindrichtung. Zur Absicherung der richtigen Platzierung der Anlagen im Bild können die Positionen von markanten Objekten auf der Fotografie (einzelne Bäume, Sendemasten etc.) mit den vom Programm berechnten Positionen abgeglichen werden. Die Visualisierungen wurden erstellt von der Ramboll Cube GmbH mit Sitz in Kassel.

Blick von Alte Römerstraße in Döggingen
Blick von der Kantstraße in Bräunlingen
Blick von der Weinstube in Bräunlingen
Anlagen sind nicht zu sehen. Lage im Bild skizzenhaft angedeutet
Blick von Bräunlingen-Süd
Blick von Bräunlingen-Nord
Blick von Döggingen-Süd
Blick von Bittelbrunn
Blick von Waldhausen
Blick vom Forsthaus Waldhausen
Blick vom Forsthaus Waldhausen
Blick von Unadingen-Nord
Blick vom Brand
Blickalternative vom Brand